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Naturheilverein Schwäbisch Hall e.V.
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KEIN VERBOT DER EIGENBLUT-THERAPIE - NATURHEILVERFAHREN ERHALTEN!
Das Anti-Eigenbluttherapie-Gesetz gegen Heilpraktiker ist offensichtlich ein Teil der Strategie des Gesundheitsministers Jens Spahn gegen Alternativ-Therapeuten und Therapien.

Die klassische Eigenblut-Therapie soll fĂŒr Heilpraktiker durch eine Änderung des § 13 Abs. 2b AMG(Arzneimittel-Gesetz) verboten werden. Der BundesprĂ€sident kann das Gesetz jedoch nicht unterschreiben, weil es einen parlamentarischen Verfahrens-Fehler (bei der Importförderklausel) enthĂ€lt. Das fĂŒhrt dazu, dass der Gesetzgeber, (Bundestag), das Gesetz noch einmal nach einem Änderungsantrag abstimmen muss. Der Antrag kann frĂŒhestens nach der Sommerpause in der 37. KW im September eingebracht werden. So bleibt den Heilpraktikern, die die klassische Eigenbluttherapie anwenden und ihren Patienten eine letzte Frist um den Politikern zu sagen, dass damit eine wichtige und langbewĂ€hrte Naturheil-Therapie verloren gehen wĂŒrde.

Herr Spahn hatte auch ĂŒberraschend im TSVG-Gesetz (Terminservice- und Versorgungsgesetz)das am 11. Mai 2019 in Kraft trat, das Verbot der Wahltarife fĂŒr Homöopathie mit ins Gesetz genommen und das Verbot durch den Bundestag im Mai bestĂ€tigen lassen.

BegrĂŒndung
Bitte unterstĂŒtzen Sie diese Petition, damit die Vielfalt der Natuheilverfahren in Deutschland erhalten bleibt.

Vielen Dank fĂŒr Ihre UnterstĂŒtzung, Michael Breuer aus Hamburg
 
https://www.openpetition.de/petition/online/kein-verbot-der-eigenblut-therapie-naturheilverfahren-erhalten

 
DER ZWANGS-PIEKS
Stellt die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen eine Gefahr fĂŒr das Gemeinwohl dar? Überlegungen zur geplanten Masern-Impfpflicht

Von Nora Laubstein

Anfang Mai haben der CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn und SPD-Sprecher Karl Lauterbach eine Gesetzesinitiative fĂŒr die allgemeine Masern-Impfpflicht von Schul- und Kitakindern gestartet. Das bedeutet konkret eine verbindliche Masern-Röteln-Mumps-Impfung, da es keinen einzelnen Masern-Impfstoff gibt. Im Verweigerungsfall soll sogar eine Geldbuße erfolgen.

Hintergrund ist die ansteigende Zahl von Masernerkrankungen weltweit, aber auch in Deutschland. Um eine ansteckende Krankheit wie Masern weltweit auszurotten, muss mindestens 95 Prozent der Bevölkerung geschĂŒtzt sein. Diese Impfquote wird jedoch in Deutschland laut Robert-Koch-Institut nicht ĂŒberall erreicht. Zwar haben 97,1 Prozent der SchulanfĂ€nger die erste Impfung bekommen. Aber bei der zweiten Masernimpfung gibt es mit 93 Prozent noch Nachholbedarf. Auch Erwachsenen fehlt oft die zweite Impfung, weil diese in deren Kindheit noch nicht vorgesehen war.

Rechtfertigt das eine gesetzliche Impfpflicht? Der deutsche Ethikrat sagt Nein. Einen Impfzwang fĂŒr alle Kleinkinder lehnt das Gremium mit Verweis auf die -hohen Impfquoten im Kleinkindalter ab. Allerdings gebe es eine moralische Pflicht fĂŒr alle Eltern, ihre Kinder impfen zu -lassen, so der Ethikrat.

Naturheilkundliche Angebote bleiben außen vor

In der tĂ€glichen Praxis erleben heute schon viele MĂŒtter und VĂ€ter, dass ungefragt eine sechsfach-Impfung oder eine Grippeimpfung alltĂ€glich geworden ist – bereits ohne staatlich geregelte Impfpflicht. Mit einer Impfpflicht wĂŒrde eine bisher selbstbestimmte freie Entscheidung des Einzelnen zu Gunsten eines angeblichen Wohls der Allgemeinheit entfallen. Wird damit der nicht geimpfte Mensch zu einer Gefahr stilisiert? FĂŒr die Weltgesundheitsorganisation WHO scheint die Sache klar: Impfungen seien gut, je frĂŒher und je mehr, desto besser! "Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen" – so lautet ihre Definition zum Thema -Gesundheit. Die WHO empfiehlt den Mitgliedsstaaten Impfungen durchzufĂŒhren, um Erreger möglichst fĂŒr immer zu vernichten. Seit kurzem bezeichnet sie Personen, die eine Impfung kritisieren oder strikt ablehnen, als große Gefahr fĂŒr die Allgemeinheit. Ihre finanziellen Mittel fĂŒr weltweite Impfkampagnen erhĂ€lt die Organisation unter klaren Auflagen von privaten Stiftungen.

Viele EU-Staaten folgen diesem gesundheitspolitischen PrĂ€ventionsverstĂ€ndnis. Es wĂ€re zu einfach, hier alleine dem Einfluss von Impfstoffherstellern eine Bedeutung zuzuordnen. Es sind in erster Linie die politisch Verantwortlichen der EU und der Nationalstaaten, die darĂŒber entscheiden. Der Deutsche Bundestag fĂ€llt seine Entscheidung ĂŒber den Gesetzesantrag zur Masern-Impfpflicht im Herbst. Naturheilkundliche Angebote wie die StĂ€rkung der ImmunitĂ€t oder eine PrĂ€vention im Sinne der sechs SĂ€ulen der Naturheilkunde werden dabei vermutlich keine Rolle spielen.

Mehr dazu unter:
https://individuelle-impfentscheidung.de/,
www.rki.de, (Stichwort "Masern")
www.naturheilbund.de/impfungen-fuer-und-wider/

Nora Laubstein ist PrÀsidentin des Deutschen -Naturheilbund eV
 
 

 
Ehrung fĂŒr himmelblaue Sonnenbraut 
             
           Wegwarte ist Heilpflanze des Jahres 2020

Die Wegwarte (Cichorium intybus) ist Heilpflanze des Jahres 2020. Das hat die Expertenjury des NHV Theophrastus entschieden. "Die Wegwarte ist heute eine eher vergessene Heilpflanze. Wir möchten sie im kommenden Jahr als Heilpflanze des Jahres den Menschen wieder nÀher bringen", kommentierte Konrad Jungnickel, der 1. Vorsitzende des NHV, die Wahl. Die PrÀsentation fand im Rahmen des 17. HeilkrÀuter-Fachsymposiums im Lausitzer Kloster Sankt Marienstern am 4. Juni statt. Veranstalter war wie jedes Jahr das SÀchsische Landeskuratorium LÀndlicher Raum e.V.
Als Kulturformen der Wegwarte sind Chicorée und Radicchio den meisten Salatliebhabern bestens bekannt. Aus der gerösteten Wurzel der Heilpflanze wird der Zichorienkaffee als koffeinfreies Ersatzgenussmittel hergestellt.
"Die himmelblaue Sonnenbraut, wie die Wegwarte im Volksmund genannt wird, ist nicht nur eine Salatpflanze, sondern als auch als Heilpflanze sehr vielseitig", sagt Jungnickel, der in Dresden Heilpraktiker ausbildet. Wissenschaftlich anerkannt ist die Wegwarte als Mittel bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden. "Durch die Aktivierung der VerdauungssĂ€fte ist die Wegwarte bestens geeignet fĂŒr eine reinigende FrĂŒhjahrskur" empfiehlt Jungnickel. Die Erfahrungsheilkunde nutzt sie zudem bei allgemeinen SchwĂ€chezustĂ€nden, Rheuma und Gicht, aber auch Ă€ußerlich bei Hautkrankheiten.
Weiteres rund um die Pflanze und ihre gesundheitsfördernden Wirkungen wird der NHV Theophrastus 2020 in einer BroschĂŒre und auf seiner Internetseite unter www.nhv-theophrastus.de veröffentlichen.

 Arzneipflanze des Jahres 2018
 

 Andorn - Marrubium vulgare

Der Andorn ist außerhalb von Fachkreisen hierzulande nahezu unbekannt. Dabei gehörte der stattliche LippenblĂŒtler (Lamiaceae) von der Antike bis weit in die Neuzeit zu den wichtigsten Arzneipflanzen Europas und ist auch aktuell keineswegs völlig aus der Heilkunde verschwunden. Der Einsatz der Pflanze bei Katarrhen der Atemwege sowie bei Verdauungsbeschwerden ist bereits seit ĂŒber 2000 Jahren dokumentiert. Heute wird Andornkraut zur Schleimlösung bei Husten im Rahmen von ErkĂ€ltungen angewendet. Es wirkt schleimlösend [Literatur 1] bei festsitzendem Schleim, antientzĂŒndlich [Literatur 2,3] und krampflösend [Literatur 4,5]. Aufgrund seiner herausragenden historischen Bedeutung und der umfangreichen Dokumentation seiner Wirkungen hat der "Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" an der UniversitĂ€t WĂŒrzburg den Andorn zur Arzneipflanze des Jahres 2018 gewĂ€hlt.


Andorn steht mit seiner kugeligen, vielblĂŒtigen Scheinquirlen zwischen Ackerminze und Melisse; die BlĂ€tter sind jedoch kleiner, rundlich bis herzförmig, und besitzen auf der Oberseite ein tief eingesenktes Nervennetz, wĂ€hrend sie unten stark filzig behaart sind. Die unverzweigten StĂ€ngel werden bis zu 80 cm hoch. Er kommt ursprĂŒnglich aus dem Mittelmeerraum, findet sich in warmen und trockenen Regionen als Auswilderung aus dem frĂŒher weit verbreiteten Anbau als Heilpflanze auch nördlich der Alpen bis nach SĂŒdskandinavien.

Unter den Arzneipflanzen aus der Familie der LippenblĂŒtler sticht der Andorn durch seine krĂ€ftigen Bitter- und Gerbstoffe hervor, wĂ€hrend nur ganz wenig Ă€therisches Öl zu finden ist. Durchaus zutreffend urteilt deshalb der berĂŒhmte Abt und Dichter Walahfrid im 9. Jahrhundert: "Er duftet sĂŒĂŸ, schmeckt aber scharf."

Bittere Medizin = gesunde Medizin

Unter den Arzneipflanzen aus der Familie der LippenblĂŒtler sticht der Andorn durch seine krĂ€ftigen Bitter- und Gerbstoffe hervor. Neben dem wirksamkeitsbestimmenden Bitterstoff Marrubiin enthĂ€lt das Kraut unter anderem Flavonoide, stickstoffhaltige Verbindungen und Ă€therisches Öl. Andorn wird traditionell bei Bronchialkatarrhen sowie bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit eingesetzt. Verschiedene Studien belegen die Wirkung des Andornkrauts zur Schleimlösung bei Husten im Rahmen von ErkĂ€ltungen [Literatur 1]. Andorn-Bronchialtropfen werden daher bei verschleimten, verkrampften und entzĂŒndeten Bronchien erfolgreich angewendet.  Das pflanzliche Arzneimittel ist zugelassen fĂŒr Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren.

DarĂŒber hinaus entdeckten Forscher erst in jĂŒngerer Zeit einen altbekannten Mechanismus wieder, der eine weitergehende therapeutische Relevanz von Bitterstoffen unterstreicht: Medizin muss manchmal bitter schmecken, wenn sie wirken soll [Literatur 6,7]. Die Bedeutung von Bitterstoffen fĂŒr den menschlichen Körper zeigt sich bereits darin, dass uns die Natur mit jeweils nur einem einzigen Rezeptortyp fĂŒr sĂŒĂŸ, salzig, sauer und umami (japanisch fĂŒr "wĂŒrzig", "schmackhaft"), aber mit 25 verschiedenen Bitterrezeptoren ausgestattet hat, die uns zumindest theoretisch in die Lage versetzen, Tausende von Bittersubstanzen zu erkennen.

Solche Rezeptoren fĂŒr Bitterstoffe sind nicht nur z .B. auf der Zunge sowie im Mund- und Rachenraum lokalisiert, sondern wurden auch auf glatten Muskelzellen des Bronchialsystems gefunden. Dort verursacht ihre Aktivierung eine Erweiterung von verengten Bronchien, die zu einer verbesserten Sauerstoffaufnahme und erleichterten Schleimentfernung fĂŒhrt [Literatur 8]. Eine Studie von Wissenschaftlern aus den USA weist außerdem darauf hin, dass die gezielte Stimulation dieser Rezeptoren mit Bitterstoffen eine StĂ€rkung des Immunsystems zu bewirken vermag [Literatur 9]. Eine verstĂ€rkte Stimulation der Bitterrezeptoren könnte einen grĂ¶ĂŸeren Schutz vor Infektionen bieten, wĂ€hrend eine niedrigere Funktion die AnfĂ€lligkeit fĂŒr Infekte erhöht, schlussfolgern die Forscher.

Andornkraut wirkt auch choleretisch, d.h. es hat eine den Gallenfluss fördernde Wirkung, was die positiven Effekte bei Verdauungsbeschwerden unterstĂŒtzt. Die Pflanze kann als Tee zubereitet werden, als Fertigarzneimittel stehen ein Fluidextrakt in Form von Bronchialtropfen und ein Frischpflanzenpresssaft zur VerfĂŒgung.


Arzneipflanze mit großer historischer Bedeutung

FĂŒr die Wahl des Andorns zur Arzneipflanze des Jahres 2018 war die historische Bedeutung der Pflanze mit ausschlaggebend. Von der Antike bis weit in die Neuzeit hinein gehörte der Andorn zu den beliebtesten Heilpflanzen in Europa. Nach Plinius dem Älteren (gest. 79 nach Chr.) war die Pflanze als "eines der vorzĂŒglichsten KrĂ€uter" bekannt. Sie wurde vor allem bei Lungenerkrankungen und hartnĂ€ckigem Husten eingesetzt, aber auch bei BrĂŒchen, Verstauchungen, KrĂ€mpfen und Erkrankungen der Sehnen. Der zeitgleich wirkende griechische Arzt Dioskurides nennt Schwindsucht, Asthma und Husten als die ersten Anwendungsgebiete.

Der bereits erwĂ€hnte Walahfrid Strabo preist den Andorn nicht nur bei "starken Beklemmungen der Brust" sondern auch als schnelles Mittel gegen GiftanschlĂ€ge, etwa durch böse StiefmĂŒtter: "Sollten die StiefmĂŒtter in feindseliger Absicht Gifte zubereiten und in das GetrĂ€nk mischen oder Eisenhut zum Verderben in trĂŒgerische Speisen mengen, so vertreibt ein Trank des heilkrĂ€ftigen Andorn, unverzĂŒglich eingenommen, die lebensbedrohenden Gefahren."

Hildegard von Bingen empfiehlt eine Abkochung von Andorn, Fenchel und Dill mit Wein gegen starken Husten.
In allen einschlĂ€gigen Werken bis ins 18. Jahrhundert hinein werden zudem auch Ohrenschmerzen und Probleme bei der Geburt sowie Menstruationsbeschwerden unter den Indikationen angefĂŒhrt.
Im 19. Jahrhundert konzentrierte sich die Anwendung auf die schleimlösende Wirkung in den Atemwegen und auf Verdauungsprobleme. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts diskutierte man in Frankreich jedoch fĂŒr etwa drei Jahrzehnte eine Wirkung bei Malaria.

Kulturgeschichtlich ist der Andorn eine hochinteressante Pflanze, die auch unter medizinischen Aspekten wohl zu Unrecht in Vergessenheit geriet. Neue Forschungen sind jedoch dringend erforderlich, um das Potential der Pflanze ausloten zu können. Was jedoch wohl nie wirklich geklĂ€rt werden wird, ist die Bedeutung des deutschen Namens; es ist völlig unklar, was Andorn, ohne Dornen (an-dorn) bei diesem LippenblĂŒtler uns sagen soll.
 
 

Arzneipflanze des Jahres 2017
 
ist der Echte Saathafer - Avena sativa 
 
ĂŒber den nachstehenden Link erhalten sie wertvolle Informationen: 
 
 
Hafer ist eine einjĂ€hrige Pflanze, die als Getreideart auf Feldern gesĂ€t wird. Aus WurzelbĂŒndeln wachsen knotige Halme hervor, sie schließen mit rispenartigen BlĂŒtenstĂ€nden ab. Die ĂŒberhĂ€ngenden Ähren werden von zwei Spelzen bedeckt. Die Frucht ist ein Korn.
FĂŒr Heilzwecke wird hauptsĂ€chlich das Korn und in geringerem Maße auch die Halme verwendet.
Aus den reifen trockenen Ähren werden die Körner gedroschen, maschinell geschĂ€lt und zu Haferflocken gequetscht. Sie enthalten wertvolles Eiweiß, Glukokinine, den Komplex der Vitamine B, PantothensĂ€ure, Karotine, Enzyme, StĂ€rke und Mineralstoffe, vor allem kieselsaure Salze.
Aus den Haferflocken kann man nahrhafte Suppen und Brei fĂŒr Rekonvaleszenten nach schweren Krankheiten, Operationen und DurchfĂ€llen bereiten. Ein Tee aus 2 bis 3 kleinen Löffeln Haferflocken je Tasse Wasser(3 x tĂ€glich) kann den Appetit erhöhen und Hals- und Brustschmerzen lindern. Er wirkt auch krĂ€ftigend bei geistiger Erschöpfung, NervositĂ€t und Schlaflosigkeit, senkt die TĂ€tigkeit der SchilddrĂŒse, hilft bei der Zuckerkrankheit und Sklerose und senkt den Blutdruck.
Aus Haferheu werden BÀder gegen rheumatische Schmerzen, Ischias, LÀhmungen und Leberkrankheiten bereitet. Der Absud heilt auch Ekzeme, Erfrierungen und KrÀtze.
 
 

 Baum des Jahres 2018 - die Ess-Kastanie
 
Der botanische Blick richtet sich 2018 auf eine in Deutschland eher seltene Baumart: Die
Ess-Kastanie. Wo sie wĂ€chst ĂŒberrascht Castanea sativa jedoch mit kulinarischer wie
praktischer Vielseitigkeit – und nicht zuletzt mit ihrer reizvollen BlĂŒtenpracht. Bei der
Ausrufung am 26. Oktober im Berliner Zoo durch die Baum des Jahres Stiftung, pflanzte
Dr. Silvius Wodarz gemeinsam mit der frischgebackenen Deutschen Baumkönigin 2018
Anne Köhler den Jahresbaum. Schirmherr Minister Peter Hauk (MdL) freut sich auf ein
wegweisendes Jahr fĂŒr die Ess-Kastanie.
Das Kuratorium Baum des Jahres schlug den Jahresbaum vor - die Stiftung Baum des Jahres
hat entschieden: 2018 soll im Zeichen der Ess-Kastanie stehen. "Die Ess-Kastanie hat eine
recht junge Geschichte in unseren Breiten" erklÀrt die Deutsche Baumkönigin 2018 "Sie gilt zwar
nicht als heimische Baumart, gehört aber – zumindest in SĂŒdwestdeutschland – lĂ€ngst in die
ĂŒber Jahrtausende entstandene Kulturlandschaft."
Genussbaum: Weinbau
Wann die ersten Ess-Kastanien ihre Zweige in den Himmel des heutigen Deutschlands reckten
ist nicht sicher ĂŒberliefert. Die Griechen etablierten den Baum im Mittelmeerraum, bereits in der
Bronzezeit fanden sich Anbaugebiete in SĂŒdfrankreich. Gut möglich, dass die eine oder andere
Ess-Kastanie sich schon damals ĂŒber Handelsrouten nach Germanien verirrt hat. Die Römer
brachten sie schließlich vor rund 2000 Jahren ĂŒber die Alpen, erkannten die gĂŒnstigen
botanischen Voraussetzungen und etablierten die Art besonders entlang des Rheins, der Nahe,
der Mosel und der Saar. Fortan waren Weinbau und Ess-Kastanie nicht mehr voneinander
wegzudenken: Aus dem gegen Verrottung erstaunlich resistenten Kastanienholz fertigten
Winzer Rebstöcke – meist wuchs der Ess-Kastanienhain direkt oberhalb des Weinbergs. Das
Holz erwies sich weiter als brauchbares Material fĂŒr den Hausbau, Fassdauben, Masten, als
Brennholz und Gerberlohe.
Genussbaum: Die FrĂŒchte
Wohl noch bedeutender als fĂŒr den Weinbau war die Ess-Kastanie lange fĂŒr die ErnĂ€hrung der
Bevölkerung: Die fettarmen, stĂ€rkereichen und sĂŒĂŸlichen Maronen blieben nach Missernten oft
das lebensrettende Nahrungsmittel. Botanisch betrachtet sind Ess-Kastanien NĂŒsse, weniger
fett als Walnuss oder Haselnuss, jedoch reich an Kohlehydraten. Wohlhabende BĂŒrger der
Antike genossen sie – wie heute – eher als kulinarisches Beiwerk. Die FrĂŒchte gewann man in
lockeren BestÀnden (Sleven). Auch wenn die Kulturen heute weitgehend aufgegeben sind,
prĂ€gen die (inzwischen) stattlichen BĂ€ume noch die Landschaft – insbesondere den Ostrand
des PfÀlzerwaldes und den Westhang des Schwarzwaldes (Ortenaukreis). Als Weizenalternative
könnte die Ess-Kastanie bald eine Renaissance erleben: Neben köstlicher Nascherei in der
kalten Jahreszeit, lassen sich die FrĂŒchte in getrockneter Form mahlen. Brot und GebĂ€ck aus
Ess-Kastanienmehl sind glutenfrei und damit fĂŒr Allergiker eine willkommene Erweiterung des
Speisezettels.
 

Heilpflanze des Jahres 2018
 Ingwer (Zingiber officinale) –scharfe Knolle, große Wirkung 

In nahezu jedem Supermarkt wird dieser knollige Wurzelstock zum Kauf angeboten. Seine Bekanntheit und Beliebtheit stieg, als asiatische Restaurants in Europa Fuß fassten. "Der Ingwer verleiht zum einen Speisen eine interessante fernöstliche WĂŒrze, zum anderen hat er ein erwiesenermaßen breites Wirkspektrum auf medizinischem Gebiet", erklĂ€rt Konrad Jungnickel. Der Heilpraktiker ist Vorsitzender des Vereins.

Beeindruckende Wirkungen - gestern und heute
Wie viele Heil- und GewĂŒrzpflanzen hat auch Ingwer vor allem in seiner Heimat Asien eine lange Tradition. Der chinesische Kaiser Shen nung soll schon Jahrtausende vor Christus den Ingwer in seinem Werk ĂŒber Arzneipflanzen "Shen nung pen ts‘ ao king" als krĂ€ftigend erwĂ€hnt haben. Vom chinesischen Philosophen Konfuzius (551- 479 v. Chr.) ist ĂŒberliefert, dass er seine Mahlzeiten nie ohne Ingwer zu sich nahm.
Der griechische Arzt Dioskurides schrieb im 1. Jahrhundert nach Christus den Ingwerknollen "erwĂ€rmende, die Verdauung befördernde Kraft" zu. " Sie regen den Bauch milde an und sind gut fĂŒr den Magen."
SpĂ€ter verordnete Hildegard von Bingen (1098-1179) zur UnterstĂŒtzung der Behandlung von Podagra einen AbfĂŒhrtrank, der neben Ingwer auch Bertram und Pfeffer enthielt.
Paracelsus (1493-1541) fĂŒhrte den Ingwer in Rezepten zur innerlichen Anwendung an, z.B. bei Fieber und als Allheilmittel, wie auch Ă€ußerlich als Pflaster bei BrĂŒchen und stumpfen Verletzungen.
Adam Lonitzer (1528-1586) empfahl den Ingwer ebenfalls fĂŒr eine bessere Verdauung: "Wein/darinnen Imber und KĂŒmmel gesotten/ist gut wider Wehetun des Magens und GedĂ€rms/so von Winden kommen/und macht wohl dauen."

Heute gibt es zahlreiche Studien, welche die vielseitige Wirksamkeit von Ingwer wissenschaftlich bestĂ€tigen. So lindert er Brechreiz und Erbrechen und wirkt ebenso effektiv bei Reisekrankheit wie synthetische Medikamente. Weiterhin regt Ingwer die Darmperistaltik an, fördert die Speichel-, Magensaft- und Gallensekretion und verhindert VöllegefĂŒhl nach ĂŒppigem Essen. Klinische Studien haben gezeigt, dass Ingwer Schmerz reduziert und daher bei rheumatischen Erkrankungen dienlich ist. Ferner wurden krampflösende und tumorhemmende Eigenschaften beobachtet.
Die Erfahrungsmedizin nutzt ihn außerdem bei ErkĂ€ltungen und Husten, bei Menstruationsbeschwerden, bei RĂŒckenschmerzen und MigrĂ€ne.
Das Ă€therische Öl ist nicht scharf und wirkt auf körperlicher Ebene hautfreundlich, vitalisierend sowie virushemmend auf Herpes-Viren, auf seelischer Ebene stabilisierend und stimmungsaufhellend.

Erfahrungsmedizin anderer LĂ€nder
Ingwer ist eine der wichtigsten Pflanzen in der traditionellen indischen Medizin (Ayurveda). Sie unterscheidet zwischen den Wirkungen des frischen Ingwers (z.B. bei Brechreiz) und des getrockneten Ingwers (z.B. bei Atemwegserkrankungen). In einer alten indischen Redensart heißt es, dass es keine Tinktur ohne Ingwer gibt. Er soll die HeilfĂ€higkeit anderer Pflanzen verstĂ€rken.
In Malaysia bekĂ€mpft man Übelkeit, Schwindel und Kopfweh, indem Stirn und Nacken mit einer frisch geschnittenen Scheibe Ingwer eingerieben werden.
In Indonesien wird Ingwer und gekochter Reis zerquetscht und als Auflage zur Linderung von Gelenkschmerzen verwendet.
In China ist der Wurzelstock volksmedizinisch bekannt u. a. als Mittel gegen Wassersucht, bei Zahnschmerzen und als Gegenmittel bei Pilzvergiftungen. Gegen Durchfall und zur Blutstillung kennt die chinesische Medizin den in heißer Asche gerösteten Ingwer-Wurzelstock. Außerdem gelten die BlĂ€tter als verdauungsfördernd, die StĂ€ngel als Wurmmittel.
Ein Mittel gegen Rheumatismus ist fĂŒr die Nomaden des Atlasgebirges in Marokko pulverisierter Ingwer in Milch gekocht. Diese Mischung wird am Abend vor dem Schlafengehen eingenommen.

NĂŒtzlich fĂŒr Tiere
Auch zur Behandlung von Tieren wird Ingwer verwendet. Mit Ingwertee oder geschnittenem Ingwer kann z. B. bei GeflĂŒgel ein Befall des Darmes mit Parasiten verhindert werden.
Außerdem ist er ein hervorragendes Schmerzmittel fĂŒr Pferde, die unter Arthrose leiden. Dabei benötigen sie eine bedeutend geringere Dosis Ingwer pro Kilogramm Körpergewicht als Menschen, vermutlich deshalb, weil die entzĂŒndungshemmenden Inhaltsstoffe langsamer in deren Magen zersetzt werden.
Von einer anderen Art der Verwendung berichtet eine Anekdote, nach der frĂŒher geschĂ€ftstĂŒchtige PferdehĂ€ndler in Amerika ihren geschwĂ€chten alten Pferden Ingwer als ZĂ€pfchen eingefĂŒhrt haben sollen. Das soll sie dazu gebracht haben, ihren Schweif aufzurichten, ein Zeichen jugendlichen Feuers.

Wertvolle Inhaltsstoffe
Der Ingwer-Wurzelstock enthĂ€lt bis zu 3 % Ă€therisches Öl, welches je nach Herkunft sehr unterschiedlich zusammengesetzt sein kann. Es findet sich in den unter der Korkschicht liegenden Sekretzellen. Deshalb sollte Ingwer nicht geschĂ€lt, sondern der Kork höchstens vorsichtig mit einem Löffel abgeschabt werden.
Außerdem beinhaltet die Knolle die Scharfstoffe Gingerol und Shogaol. Letzteres entsteht erst durch Lagerung und Trocknung des Wurzelstockes. Beide Scharfstoffe haben therapeutisch wertvolle Wirkungen. Der Inhaltsstoff Zingeron bildet sich durch weiteren Abbau der Scharfstoffe. Er schmeckt nicht mehr scharf und deutet auf minderwertige Ware durch Überlagerung hin.
Um die wirksamen Inhaltsstoffe herauszulösen, wird zum einen durch Wasserdampf-Destillation das Ă€therische Öl gewonnen, wobei die wasserunlöslichen Scharfstoffe nicht mit in das Öl gelangen. Zum anderen entsteht durch alkoholische Extraktion das Ingwer-Oleoresin, ein harziges Gemisch, was Ă€therisches Öl und Scharfstoffe vereint. Es wird zur Aromatisierung von Lebensmitteln, in Kosmetik und ParfĂŒmerie verwendet.

Ingwer-Arznei - selbst hergestellt
Im Handel sind FertigprĂ€parate mit Ingwer in Form von Kapseln, Ă€therischem Öl, in flĂŒssigen KombinationsprĂ€paraten oder als kandierter Ingwer erhĂ€ltlich. Wer selbst aktiv sein will, kann sich Ingwer-Medizin selbst herstellen:
Bei Appetitlosigkeit, BlĂ€hungen, VöllegefĂŒhl, Übelkeit und Reisekrankheit helfen z. B. Ingwer-Tee oder -Tinktur.
Tee: Einen Teelöffel gepulverte Droge oder frischen geriebenen Ingwer mit 200 ml heißem Wasser ĂŒberbrĂŒhen. 5 bis 10 Minuten ziehen lassen, dabei das GefĂ€ĂŸ abdecken, damit das Ă€therische Öl möglichst nicht entweicht. Âœ Stunde vor dem Essen bzw. vor Reiseantritt trinken.
Tinktur: 50 g Ingwer in dĂŒnne Scheiben schneiden, mit 200 ml 50%igem Alkohol auffĂŒllen, 10 bis 20 Tage unter tĂ€glichem UmschĂŒtteln extrahieren, abseihen, in dunkle Flaschen fĂŒllen und gut verschließen. 20 bis 30 Tropfen Ingwer-Tinktur in einem Glas lauwarmen Wasser Âœ Stunde vor dem Essen bzw. vor Reiseantritt einnehmen.
Auflage
Bei rheumatischen Erkrankungen, Prellungen und Muskelverspannungen wirkt eine Ingwer-Auflage lindernd. Dazu werden 3 Esslöffel geriebener Ingwer mit Âœ Liter kochendem Wasser ĂŒbergossen. Nach 5 Minuten Ziehen im geschlossenen Topf ein Baumwolltuch in dem Aufguss trĂ€nken, auswringen und auflegen, darĂŒber ein wĂ€rmendes Tuch decken und etwa 40 Minuten auf dem Körper belassen. Danach auf die behandelte Stelle ein pflegendes Hautöl auftragen.
Bei KrĂ€mpfen und Muskel- oder Gelenkschmerzen kann ein Ingwer-Bad oder eine Einreibung mit Ingwer-Öl Linderung verschaffen:
Bad:
Etwa 50 g Ingwer reiben, mit einem Liter kochendem Wasser aufbrĂŒhen, zugedeckt ÂŒ Stunde ziehen lassen und dann dem Badewasser zusetzen.
Öl:
Frischen, geriebenen Ingwer mit Hilfe einer Knoblauchpresse auspressen und den Saft mit der 4-fachen Menge Jojoba- oder Sesamöl vermischen. Dieses Gemisch ist vor dem Einreiben krĂ€ftig zu schĂŒtteln, da sich der wĂ€ssrige Saft immer wieder vom fettigen Öl trennt.

GewĂŒrz mit Heilwirkung
FĂŒr den Gebrauch als GewĂŒrz lohnt es sich, Ingwer aus unterschiedlicher Herkunft zu testen, denn die Sorten verfĂŒgen ĂŒber unterschiedlichen Geschmack. Dabei soll der Ingwer aus Nigeria am schĂ€rfsten sein, der aus Australien am mildesten. Die den Forderungen des Arzneibuches am besten entsprechende Sorte ist der Jamaika-Ingwer, aber auch Australischer und Bengalischer Ingwer.
Als GewĂŒrz kann er sowohl herzhaften Gerichten wie Suppen, Fleisch- und Fischgerichten, als auch sĂŒĂŸen Speisen wie z. B. GebĂ€ck und Kuchen hinzugefĂŒgt werden. Im Mittelalter war Ingwer so beliebt, dass die Gasse der GewĂŒrzkrĂ€mer in Basel "Imbergasse" benannt wurde. Von Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832) ist ĂŒberliefert, dass er zu Teegesellschaften und Musikabenden neben feinsten Speisen wie GĂ€nseleber, Kaviar und Lachs auch Ingwer servieren ließ. Aufgrund seiner frĂŒheren Kolonien in Ostasien findet sich in England der Ingwer (engl. Ginger) in vielen traditionellen Speisen und GetrĂ€nken, z. B im Gingerbread (Lebkuchen), in Marmelade, in der Worcestersauce oder im Ginger Beer.
Die SchĂ€rfe des Ingwers hat fĂŒr Fernsehkoch Alfons Schuhbeck "durchaus etwas Freches und Herausforderndes", was aber nicht ausschließt, dass er trotzdem gut kombinierbar mit anderen GewĂŒrzen ist. "Knoblauch und Ingwer sind das Traumpaar schlechthin in meiner KĂŒche.", schreibt er in einem seiner KochbĂŒcher. Das erhöht laut Schuhbeck die wertvolle antioxidative Wirkung um 50%.

Andere LĂ€nder – andere Gerichte
Durch Einlegen in Salzlake, Reiswein oder Reisessig werden in China und Japan Ingwerscheiben haltbar gemacht.
Frisch geriebener Ingwer nebst Zwiebel und Knoblauch ergeben eine Paste, welche - kurz angebraten - als Grundlage fĂŒr Soßen in Nordindien verwendet wird. Ein Snack, der in Indien an fast jeder Straßenecke zu finden ist, sind die "Samosas", gefĂŒllte Teigtaschen, die u. a. krĂ€ftig mit Ingwer gewĂŒrzt werden.
In Marokko verfeinert Ingwer beispielsweise das Schmorgericht "Tajine", welches in einem gleichnamigen aus Lehm gebrannten GefĂ€ĂŸ mit Deckel zubereitet wird. Es besteht meist aus Hammelfleisch und gemischtem GemĂŒse.

Die Verwandtschaft des Echten Ingwers
Zingiber officinale gehört zur artenreichen Familie der IngwergewĂ€chse (Zingiberaceae). Nahe Verwandte des Echten Ingwers sind u. a. die GewĂŒrze Kurkuma (Curcuma longa), Kardamom (Elettaria cardamomum) und Galgant (Alpinia officinarum), aber auch tropische Zierpflanzen wie der Rote Ingwer (Alpinia purpurata) oder der Gelbe Schmetterlings-Ingwer (Hedychium gardnerianum).
Ein spezieller "Ingwer-Garten" wurde im Botanischen Garten von Singapur angelegt. Über 550 Arten der Ordnung Zingiberales können hier bewundert werden. Dazu gehören z. B. auch Bananen- und AnanasgewĂ€chse oder StrelitziengewĂ€chse.

Die Pflanze
Die Pflanze stammt aus dem tropischen Klima von Asien – woher genau, ist allerdings nicht mehr festzustellen. Die Vermutungen reichen von Indien und Sri Lanka ĂŒber SĂŒdostchina bis zum Bismarck-Archipel. Ingwer benötigt eine hohe Luftfeuchtigkeit ohne große Temperaturschwankungen, feuchten Boden und Halbschatten. Seine ursprĂŒngliche Wildform scheint ausgestorben zu sein. Aber verwilderte Pflanzen sind hĂ€ufig anzutreffen. Angebaut wird die GewĂŒrz- und Heilpflanze in vielen tropischen Gegenden, vor allem in Indien und China, aber auch z. B. in Queensland in Australien, in Nigeria und Sierra Leone, auf Jamaika und in Peru.
Das GewĂ€chs ist eine ausdauernde Staude mit einem horizontal kriechenden, geweihartig verzweigten Wurzelstock. Dieser wird als Rhizom bezeichnet und ist eine verdickte Sprossachse, die der Pflanze als Speicher- oder Überwinterungsorgan dient. Aus dieser wachsen etwa ein Meter hohe StĂ€ngel (in tropischen Gebieten auch bis zu 1,80 Meter) mit lĂ€nglich-lanzettlichen BlĂ€ttern, die der Pflanze ein schilfartiges Aussehen geben. Der BlĂŒtenstand, der einer zapfenartigen Ähre Ă€hnelt, sitzt auf einem kurzen blattlosen Trieb. Aus diesem öffnen sich die einzelnen rot-gelblichen BlĂŒten.
BlĂŒhende Pflanzen sind selten. Sie können sich ĂŒber die gebildeten Samen vermehren. Diese Vegetationsphase bis zur "erwachsenen" Pflanze dauert jedoch sehr lang. Im kommerziellen Anbau wird sie vegetativ durch Teilung des Rhizoms vermehrt.
Die Ernte erfolgt nach 8 bis 10 Monaten. FĂŒr einen zarten, nicht faserigen Ingwer wird jedoch auch frĂŒher – nach 5 bis 6 Monaten - geerntet.

Anbau zu Hause ist möglich
Wer sich hier in Mitteleuropa seinen eigenen Ingwer heranziehen möchte, kann das in einem Topf in der Wohnung tun - in milden Weinanbauregionen kann es sogar im Freien gelingen. Im zeitigen FrĂŒhjahr besorgt man sich einen frischen Wurzelstock mit möglichst vielen "Augen", aus denen die Pflanze spĂ€ter treibt. Er wird in etwa 5 cm große StĂŒcke geteilt (wobei jedes StĂŒck mindestens ein Auge haben sollte), in einen breiten Topf mit durchlĂ€ssiger Gartenerde gelegt und dĂŒnn mit Erde bedeckt. Um ein feucht-warmes Klima zu erzeugen, kann der Topf bis zum Austrieb der Pflanze mit einer Klarsichtfolie ĂŒberspannt werden. Die Erde sollte stets feucht sein - StaunĂ€sse vertrĂ€gt Ingwer nicht. Ein heller, aber nicht zu sonniger Platz und eine möglichst gleichbleibende Temperatur sind vorteilhaft. Wenn nach etwa 8 Monaten das Laub zu welken beginnt, kann der Ingwer geerntet werden. FĂŒr die weitere Kultur kann man ein StĂŒck wieder in den Topf einsetzen. Der Wurzelstock ĂŒbersteht bei 10 bis 15°C ohne Gießen den Winter.

Im Jahr 2018 wird der NHV Theophrastus Weiteres rund um den Ingwer auf der Internetseite www.nhv-theophrastus.de und in einer BroschĂŒre veröffentlichen.

Der NHV Theophrastus setzt sich fĂŒr die Verbreitung naturheilkundlichen Gedankengutes bei Jung und Alt ein. Seit 2003 kĂŒrt der Verein jĂ€hrlich eine "Heilpflanze des Jahres", welche durch eine unabhĂ€ngige Jury bestimmt wird. VorgĂ€nger des Ingwers sind unter anderem Melisse, Anis und GĂ€nseblĂŒmchen.
 
 

Heilpflanze des Jahres 2017
 
ist das GĂ€nseblĂŒmchen (Bellis perennis) ĂŒbersetzt "ewig schön" 
 
 
Die Wirkung von GĂ€nseblĂŒmchen ist heute weitgehend in Vergessenheit geraten. 
 
In der modernen Pflanzenheilkunde wird sie nicht verwendet aber die Volksheilkunde nutzte das GĂ€nseblĂŒmchen schon im Mittelalter bei verschiedenen Beschwerden.

Die Verwendung einer Prise GĂ€nseblĂŒmchen in Teemischungen hat sich besonders in der Kinderheilkunde bewĂ€hrt. Die BlĂŒten sollen bei SchwĂ€chezustĂ€nden, ErkĂ€ltung und Durchfall helfen. Zudem findet die Pflanze zum Beispiel bei HautausschlĂ€gen, Verletzungen und bei Menstruationsbeschwerden Anwendung.  Unter WildkrĂ€uterliebhabern ist das GĂ€nseblĂŒmchen schon lange beliebt: Die BlĂ€tter, die geschlossenen BlĂŒten-knospen sowie die geöffneten BlĂŒtenköpfchen lassen sich beispielsweise in Salat, Quark oder auf Brot genießen, sind nicht nur gesund und lecker sondern gleichzeitig ein Augenschmaus. GĂ€nseblĂŒmchen sind eine wertvolle und preiswerte NahrungsergĂ€nzung. Sie enthalten viel Vitamin C und wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Magnesium.


 
FrĂŒhjahrskur mit KrĂ€utern
Bald ist es wieder so weit: Die besten und heilsamsten Nahrungsmittel liefert die Natur uns gratis. Eine FrĂŒhjahrskur zur Entgiftung und Entschlackung lohnt sich.
BĂ€rlauch
Der BĂ€rlauch ist eine altbekannte GewĂŒrz-, GemĂŒse- und Heilpflanze. Die Pflanze ist zwar komplett essbar, genutzt
werden aber vorwiegend die BlĂ€tter, oft auch mit den StĂ€ngeln, frisch als GewĂŒrz, fĂŒr Pesto, KrĂ€uterbutter oder ganz allgemein als GemĂŒse in der FrĂŒhjahrskĂŒche.
Durch Hitzeeinwirkung werden die schwefelhaltigen Stoffe verÀndert, wodurch der BÀrlauch viel von seinem
charakteristischen Geschmack verliert. Daher wird er meist roh und  klein geschnitten unter Salate oder andere
Speisen gemischt. Im FrĂŒhjahr kann BĂ€rlauch auch den Schnittlauch oder das Zwiebelkraut ersetzen.
Die medizinische Wirkung ist den schwefelartigen Ă€therischen Ölen zuzuschreiben, die sich positiv auf Verdauung,
Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen auswirken. Des Weiteren ergibt sich eine effektive Heilwirkung bei
Arteriosklerose, Bluthochdruck und Darmerkrankungen. Zudem wirkt er Stoffwechsel anregend und wirkt sich positiv
auf den Cholesterinspiegel aus und hilft zudem bei Wurmbefall.
BÀrlauchblÀtter sollte man nicht mit denen der hochgiftigen Maiglöckchen verwechseln.,,
 
BÀrlauchschnaps zur StÀrkung der Verdauung:
Die BlĂ€tter fein scheiden und in eine weiße, weithalsige Flasche (Kanne Brottrunk) fĂŒllen Etwa ein Drittel der Flasche
sollte ausgefĂŒllt sein. Dann wird Korn (40%) ĂŒber die BlĂ€tter gegossen An einem sonnigen Ort etwa vier bis sechs
Wochen stehen lassen. Dann die BlĂ€tter durch ein abseien und den BĂ€rlauchschnaps in eine dunkle Flasche umfĂŒllen.
Wie alle BĂ€rlauchprodukte riecht der Schnaps intensiv, was auf die Umgebung abschreckend wirken kann.
Brennnesseln
als Suppe, Tee oder Spinat zubereitet, beinhaltet alle Vitamine und Spurenelemente die der Mensch braucht, sie
reinigt das Blut und vermehrt die roten Blutkörperchen. Und wenn sie dich beim Sammeln stechen, verpassen sie dir
eine gute Rheumaprophylaxe.
Löwenzahn
als Tee, Salat, anderen GemĂŒsen beigefĂŒgt, regt deinen gesamten Stoffwechsel an. BauchspeicheldrĂŒse,
Leber, Galle DĂŒnndarm werden aktiviert.
 
 

    aglebensweise.de
 
Haben Sie schon mal
 
von Vitametik
 
gehört? /Kennen Sie
 
Vitametik?
 
 
 
 
Was ist Vitametik?
 
 
 
www.aglebensweise.de
 
GesprÀch mit unserem Mitglied
 
Sabine Köble,
 
Vitametikerin aus Mainhardt.
 
 
 
Das GesprĂ€ch fĂŒhrte
 
Michael Hoppe,
 
Herausgeber des "Naturscheck" 
Vitametik ist eine ganzheitliche manuelle Behandlungsmethode, bei der die Körperintelligenz unterstĂŒtzt wird, um Muskeln zu entspannen, Blockaden, Verkrampfungen oder Beschwerden zu lösen, sowie eine Entlastung des Nervensystems herbeizufĂŒhren. Der Körper kann sich ĂŒberhĂ€ngenden Ähren werden von zwei Spelzen be regenerieren und stellt seine natĂŒrliche Ordnung selbst wieder her. Es ist eine effektive Methode, um wieder "ins Lot" kommen zu können. kinine
Was geschieht bei der Vitametik? Das Interessante an der Vitametik-Methode ist, dass wir Vitametiker auf einer speziellen Liege mit einem einzigen kurzen, schnellen Druckimpuls an den seitlichen Halsmuskeln den gesamten KSDörper ansprechen! Denn das kurze Signal kommt sofort im Gehirn an und setzt eine Kettenreaktion der Entspannung in Gang.
Sie waren Jahrzehnte als Sportlehrerin tĂ€tig.Was hat Sie an der Vitametik begeistert? Stimmt, ich war im Schuldienst tĂ€tig und habe mich nebenbei im Gesundheitssport spezialisiert. Dadurch wusste ich, dass sehr viele Probleme mit Verspannungen einhergehen. Als ich zusammen mit meinem Mann eine Infoveranstaltung der Vitametik besuchte, habe ich durch meine anatomischen Vorkenntnisse sofort erkannt, dass mit dieser Methode Ursachen behoben und nicht nur Symptome behandelt werden. Genau an dem Punkt, an dem viele Methoden ausgereizt sind, kann die Vitametik weiter gehen. Ich dachte damals, einfach genial, dass ein sanfter Impuls so viel bewirken kann. Meine innere Stimme war sehr laut und ich meldete mich sofort zur Ausbildung an, obwohl ich bis dahin keine einzige vitametische Anwendung erfahren hatte und mir viele davon abrieten, da ich eine gute Arbeitsstelle hatte. Ich habe diese Entscheidung nie bereut und die Begeisterung ist heute, 15 Jahre spĂ€ter, eher noch grĂ¶ĂŸer, da ich stĂ€ndig erfahren darf, zu welcher Erleichterung diese Entspannungsmethode bei meinen Kunden fĂŒhrt. Die Erfolgsquote spricht fĂŒr sich.
Bei welchen Beschwerden findet die Vitametik Anwendung? Vitametik kann vom SĂ€ugling bis ins hohe Alter bei stress- und verspannungsbedingten Beschwerden eingesetzt werden, wie z.B. bei Kopfschmerzen, MigrĂ€ne, Nackenverspannungen, Schulter- und Armbeschwerden, RĂŒckenproblemen, Hexenschuss, Ischias, Bandscheibenvorfall, BeinlĂ€ngendifferenz, Beckenschiefstand, Schlafstörungen oder zur Herstellung des inneren und Ă€ußeren Gleichgewichts.
Was meinen Sie mit innerem und Ă€ußerem Gleichgewicht? Damit meine ich das vegetative Nervensystem, das nicht von unserem Willen gesteuert werden kann und fĂŒr viele lebenswichtige Funktionen im Körper zustĂ€ndig ist. Wir sind zu stark in der AktivitĂ€t und zu wenig in der Ruhe. Die muskulĂ€re Anspannung wirkt auf die LeitfĂ€higkeit der Nerven. Wenn verspannte Muskeln auf Nerven drĂŒcken, wird deren Informationsfluss beeintrĂ€chtigt und es kann zu Fehlsteuerungen und Schmerzen kommen. Irgendwann fĂŒhrt das auch zu Ă€ußerer Verspannung und umgekehrt. Durch vitametische Anwendungen kann das Gehirn wieder lernen das Gleichgewicht herzustellen. Viele Kunden beschreiben nach der Anwendung eine innere Ruhe und Ausgeglichenheit.
Wieso wird der vitametische Impuls an der Halsmuskulatur durchgefĂŒhrt? Ganz einfach, denn wenn wir unter Stress geraten, spannen sich immer zuerst die Nackenmuskeln an. Dies resultiert letztendlich in einem Beckenschiefstand und einer BeinlĂ€ngendifferenz. Wir sind schief, aber merken es meist nicht. Wir sind nicht mehr in unserer Mitte! Im Bereich der seitlichen Halsmuskeln hat uns die Natur ein ganz spezielles Schaltzentrum gegeben, mittels einem wichtigen Nervenknotenpunkt, der direkt mit dem Gehirn in Verbindung steht. Blitzschnell wird der vitametische Impuls darauf gesetzt und die Erinnerung an Entspannung wieder eingeschaltet. Vergleichbar mit einem Lichtschalter oder dem Resetknopf am Computer. Bestenfalls ist die BeinlĂ€ngendifferenz danach ausgeglichen.
Was passiert durch diesen Impuls im Körper, bzw. wie ist das möglich? Der kurze Druckimpuls löst eine Kettenreaktion aus, indem die Nervenfasern den Impuls aufnehmen und ihn ans Gehirn weitergeben. Dadurch hat es wieder die Möglichkeit, die richtigen Nervenimpulse in alle Organe bzw. Körperzellen auszusenden. Die Nerven werden vom Druck der verspannten Muskeln befreit, die Informationen können wieder ungehindert fließen und somit werden Dysbalancen und Krankheiten vorgebeugt. Die SelbstheilungskrĂ€fte werden aktiv und die Regeneration gefördert.
Wieviel Anwendungen benötigt man und was kosten diese? Ich rate jedem meiner Kunden, je nach Problematik auf jeden Fall eine Grundbehandlung mit 6-8 Anwendungen im wöchentlichen Abstand zu machen, damit das Gehirn wieder selbst in die Entspannung kommen kann. Unser Berufsverband gibt die Empfehlung, fĂŒr die Erstanwendung zwischen € 40 und € 60, fĂŒr Folgeanwendungen € 30 bis € 50 zu berechnen. Wir sind deutschlandweit ca. 300 Vitametiker und einige davon haben ihre Praxis in dieser Region.
Möchten Sie unseren Lesern noch etwas sagen? Ich bin sehr mit Dankbarkeit erfĂŒllt, diese tiefgreifende Methode gefunden zu haben und die Menschen auf so einfache Art und Weise in ihrer Selbstheilung unterstĂŒtzen zu können. Lernen Sie die Vitametik kennen und Sie werden begeistert sein!
Hinweis: Die Vitametik ersetzt nicht die Behandlung durch einen Arzt oder Heilpraktiker, ist jedoch eine wertvolle ErgĂ€nzung zu laufenden Behandlungen. Laufende Ă€rztliche Behandlungen und Anordnungen sollen weitergefĂŒhrt, bzw. kĂŒnftige nicht hinaus geschoben oder unterlassen werden. 
 
     
 
 

 
 
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